Transkranielle Pulsstimulation

NEUROLITH

NEUROLITH®

Transkranielle Pulsstimulation (TPS®) zur Behandlung des Gehirns bei Alzheimer-Erkrankung

Die Transkranielle Pulsstimulation (TPS®) ist eine seit 2018 zugelassene Therapieoption, die bei leichtgradiger und mittelschwerer Alzheimer-Erkrankung eingesetzt wird. Ziel der TPS® ist es, durch die Stimulation verschiedener Gehirnregionen die kognitiven Fähigkeiten von Menschen mit Alzheimer-Demenz zu fördern bzw. möglichst lange aufrechtzuerhalten.

Vorteile des NEUROLITH

  • Fokussierte Tiefenstimulation
  • Individualisierte 3D-Kopfdarstellung
  • 3D-Infrarot-Kamerasystem für präzises Gehirntracking
  • USB-Schnittstelle für MRI-Datenimport
  • Patientendatenbank

Der NEUROLITH

Das TPS-Wirkprinzip

Die Schlüsselfunktion nimmt dabei die Mechanotransduktion ein. Durch die Stimulation von Wachstumsfaktoren, vor allem VEGF3,4, kommt es zu einer Verbesserung der Gehirndurchblutung, zur Bildung von neuen Blutgefässen (Neoangiogenese) und zur Nervenregeneration. Weiterhin kommt es auch zur Freisetzung von Stickoxid (NO)5. Das Stickoxid bewirkt eine direkte Vasodilatation und führt damit zu einer Erhöhung der Durchblutung.

Biologische Effekte der TPS

  • Mechanotransduktion6
  • Erhöhung der Zellpermeabilität7
  • Stimulation mechanosensitiver Ionenkanäle6
  • Ausschüttung von Stickoxid (NO)5, das Vasodilatation, erhöhten Stoffwechsel und Angiogenese bewirkt und entzündungshemmend wirkt
  • Stimulation von vaskulären Wachstumsfaktoren (VEGF)3,4
  • Stimulation von BDNF8
  • Migration und Differenzierung von Stammzellen4,6

Mit der TPS® können die Gehirnregionen bis zu 8 cm tief stimuliert werden. Die TPS® verhindert durch die kurze Stimulationsdauer die Gefahr einer Gewebserwärmung. So können die applizierten Pulse mit höchster klinischer Effizienz auf die zu behandelnde Region einwirken. Die TPS®-Behandlung erfolgt durch die geschlossene Schädeldecke hindurch. Während der Behandlung ist der Patient nicht fixiert und kann sich frei bewegen. Es zeigten sich signifikante Steigerungen im CERAD-Test und ein Abfall des Becks-Depressions-Index bei leichtgradiger bis mittelschwerer Demenz. Bisher wurden mit dem NEUROLITH®-System über 1.500 Behandlungssitzungen durchgeführt.

Vorteile der TPS

  • 6 Behandlungen innerhalb von 2 Wochen
  • Ambulante Behandlung (30 min/Sitzung)
  • Schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen
  • Personalisierte Behandlung durch MRI-Daten
  • Kein begleitendes kognitives Training erforderlich
  • Keine Rasur der Kopfhaut notwendig
  • Keine Fixierung des Patienten während der Behandlung

Patientenwebseite

Für interessierte Personen bieten wir Informationen zur Transkraniellen Pulsstimulation über das Portal: www.alzheimer-deutschland.de und die Patientenwebseite von STORZ MEDICAL: www.tps-neuro.com an.

Publikationen

1 Beisteiner, R. et al.: Transcranial Pulse Stimulation with Ultrasound in Alzheimer’s Disease—A New Navigated Focal Brain Therapy, Adv. Sci. [online ahead of print], DOI: 10.1002/advs.201902583, 2019
3 Yahata, K. et al.: Low-energy extracorporeal shock wave therapy for promotion of vascular endothelial growth factor expression and angiogenesis and improvement of locomotor and sensory functions after spinal cord injury, J Neurosurg Spine, Vol. 25(6), Pages 745–755, 2016
4 Hatanaka, K. et al.: Molecular mechanisms of the angiogenic effects of low-energy shock wave therapy: roles of mechanotransduction, Am J Physiol Cell Physiol, Vol. 311(3), C378–C385, 2016
5 Mariotto, S. et al.: Extracorporeal shock waves: From lithotripsy to anti-inflammatory action by NO production, Nitric Oxide, Vol. 12(2), 89–96, 2005
6 d´Agostino, M. C. et al.: Shock wave as biological therapeutic tool: From mechanical stimulation to recovery and healing, through mechanotransduction, Int J Surg., Dec. 24(Pt B), 147-153, 2015
7 López-Marín, L. M. et al.: Shock wave–induced permeabilization of mammalian cells, Phys Life Rev., 26-27:1-38, 2018
8 Wang, B. et al.: Low-Intensity Extracorporeal Shock Wave Therapy Enhances Brain-Derived Neurotrophic Factor Expression through PERK/ATF4 Signaling Pathway, Int J Mol Sci., Feb 16;18(2). pii: E433, 2017